00:00:02: Menschen brauchen einen klaren Ort, an dem sie Hilfe bekommen.
00:00:13: Das ist eines meiner wesentlichen Ziele.
00:00:15: Ich denke an die Stadtteilzentren.
00:00:17: Da möchte ich daran arbeiten dass Menschen sofort wissen wenn ich ein Problem habe gehe ich zum Stadtteil Zentrum.
00:00:23: da werde ich geholfen.
00:00:24: Wir brauchen lebendige Städte wir brauchen funktionierende Kiezer Orte der Begegnung und vor allen Dingen die Bürgerenergie in den Windrädern.
00:00:36: Wir sind mitten im Wahlkampf der Abgeordneten Haus- und Bezirksverordneten Versammlungswahlen in Berlin, noch ein paar Wochen bis zur Wahl am zwanzigsten September.
00:00:46: Zeit für Einbrot.
00:00:47: Grünes dem Podcast von Bündnis Neunzig die Grünen Panko!
00:00:51: Der bündnissgrünen Spitzenkandidat und Doktor Cordelia Koch einmal genauer zuzuhören.
00:00:56: Hi Cordelia!
00:00:57: Hey!
00:00:58: Cordelia schön dass du da bist.
00:01:00: Ja ich finde es schön das ihr hier seid
00:01:02: nicht zum ersten Mal ein Fortgrünes Aber jetzt in Amt und Würden, das schon seit ... ... du bist die Bürgermeisterin von Berlins Bevölkerungsreichstem Bezirk.
00:01:14: Der eigentliche, wie eine eigene Großstadt ist mit mehr als vierhunderttausend Menschen sehr unterschiedlichen Kiezen, sehr unterschiedliche Erwartungen einer wachsenden Bevölkerung und einer
00:01:25: Verwaltung,
00:01:26: die das alles bewältigen
00:01:27: musste.
00:01:28: Ich habe es gerade gesagt, du bist seit Jahrzehnten die erste bündnisgrüne Bezirksbürgermeisterin Pankos.
00:01:35: Und du sagst über deine Aufgabe
00:01:37: –
00:01:38: das zitiere ich jetzt quasi – Panko zusammenhalten und in die Zukunft
00:01:41: führen?
00:01:42: Das wollen wir heute etwas genauer wissen denn im September möchtest Du wiedergewählt werden!
00:01:48: Bevor wir aber über Politik sprechen möchten wir herausfinden wie gut wir Dich eigentlich kennen
00:01:54: Genau.
00:01:54: Und deswegen haben wir ein Steckbrief über dich geschrieben und den bitten, wir dich kurz vorzulesen.
00:02:00: Es ist eine Mischung zwischen Fakten und unserer eigenen Interpretation also du darfst so gerne danach korrigieren!
00:02:07: Also los geht's.
00:02:09: Ich bin Koldilerkoch.
00:02:10: Geboren wurde ich neunzehnundzwanzig in Waldburg im Mittelhessen.
00:02:14: Meine Eltern waren im Textileinschlein tätig.
00:02:17: Ich habe also schon früh gelernt dass ein gutes Angebot allein nicht reicht.
00:02:22: man muss auch zuhören was die Menschen wirklich brauchen.
00:02:26: Ich habe Rechtswissenschaften in Gießen und Paris studiert, und später über Verfassungen im Konfliktgesellschaften promoviert.
00:02:32: Dafür habe ich mich intensiv mit dem Libanon beschäftigt und zeitweise in Beirut gelebt.
00:02:39: Bevor ich Berufspolitikerin wurde, war ich unter anderem Friedens- und Konfliktsforscherin, Rechtsanwälte und Juristin an der Freien Universität Berlin.
00:02:48: Ich hab außerdem angehenden Polizisten Grundlagen des Eingriffsrechts beigebracht.
00:02:54: Seit Jahrzehnten bin ich bei Bündnis Neunzig die Grünen in Pankow aktiv.
00:02:58: Ich war Kreisvorsitzender, Fraktionsvorsitzer der BVV, Sozial- und Gesundheitsstadträte und stellvertretende Bezirksbürgermeisterin.
00:03:08: Seit April XXIII bin ich BezIRKS Bürgermeisterin von Panko und damit Bürgemeisterin eines Bezirkens, der eine Großstadt ist.
00:03:18: Hier ist die erste Korrektur.
00:03:19: das eigentlich streiche ich raus!
00:03:22: Politik bedeutet für mich nicht, den Menschen zu erklären was ich schon weiß.
00:03:26: Was gut für sie ist?
00:03:27: Politik bedeutet zuzuhören unterschiedliche Interessen ernst zu nehmen und Lösungen zu finden mit denen wir gemeinsam weiterkommen.
00:03:37: Ich wohne im Norden Pankos und kenne deshalb nicht nur Prenslauer Berg und das Rathaus sondern auch die Frage wann der nächste Bus kommt Manchmal erst in zwanzig Minuten!
00:03:47: Ich übernehme gerne Verantwortung wahrscheinlich sogar häufiger als für meinen Terminkalender gut ist.
00:03:53: Und wenn ich einmal nicht über Bezirkshaushalt Personalstellen oder Pankos Zukunft nachdenke, bin ich gern draußen unterwegs – oder überlege wie man den Weg noch etwas grüner gestalten könnte!
00:04:05: Mein politisches Ziel für das Jahr zum Jahr-Zweißen-Siebendag lautet, Panko soll sozial-, klimafest-, lebenswert und handlungsfähig bleiben.
00:04:15: Ich möchte diesen Weg weitergehen.
00:04:19: Also was sagst du?
00:04:20: Wie viele Punkte bekommen wir auf einer Skala von null bis zehn.
00:04:23: Was stimmt, was fehlt vielleicht
00:04:26: und wo hast du dir gedacht?
00:04:27: das haben die beiden frei
00:04:29: erfunden.
00:04:30: Das liest sich sehr gut!
00:04:32: Ich würde sagen es ist auf einer skala von dem was ich so selber von mir öffentlich sage ziemlich weit oben gibt natürlich auch Dinge die ich nicht sage
00:04:43: aber
00:04:44: ja neun
00:04:46: Ja Kodevia Du hast dich Wissenschaftlich mit Bürgerkriegen beschäftigt und auch mit scheinbar unvereinbaren Interessen, hilft dir Friedens- und Konfliktforschung bei Sitzungen des Bezirksamts?
00:05:00: oder sind manche bezirksverordneten Versammlungsdebatten komplizierter als der Libanon?
00:05:06: Ich kann jedes Gramm meiner bisherigen Ausbildung und meiner bisherige Erfahrung gebrauchen.
00:05:12: Nicht zuletzt das Wissen um den Libanonen, Paradies sein könnte, aber die Menschen machen es kaputt.
00:05:22: Und ich hab dort zwei Jahre gelebt über zwei Jahre, sieben Jahre mit dem Land mich beschäftigt und das war der Grund warum ich jetzt Kommunalpolitik mache.
00:05:33: Ich wollte etwas konkret gestalten und ich wollte für etwas kämpfen was gut ist unser System hier in Deutschland.
00:05:41: Du sagst Politik bedeutet nicht zu den Menschen zu gehen und zu sagen ich weiß eh was das beste für euch is.
00:05:47: Wann hat dich als Bürgermeisterin zuletzt jemand überzeugt, obwohl du anfangs
00:05:52: anderer
00:05:53: Meinung
00:05:53: warst?
00:05:54: Sehr sehr sehr prominentes Beispiel ist der Grüne Kiez hier in Altpankow.
00:06:00: Die sind während der Corona-Krise ... Nee das war vor der Corona Krise glaube ich egal.
00:06:05: Sie kam jedenfalls irgendwann in die Fraktion und ich hab ihnen gesagt schön, ich kann euch nicht helfen!
00:06:12: Und wenn dann in der Coronazeit zum ersten Mal vor Ort hingegangen, habe mir das angeguckt.
00:06:18: Das war auch ein Fehler, dass ich mir das nicht gleich angeschaut habe und habe auch unter Corona die Situation von Stadtentwicklungen gesunden Lebensumständen was brauche ich eigentlich in so einer Stadt?
00:06:31: Auch an Erholungsfläche und Anluft und an Licht neu überdacht und unterstütze seither den grünen Ketspanko und ja hab da meine Meinung komplett geändert.
00:06:44: Kannst du ganz kurz noch sagen, was der Grüne Keats
00:06:46: ist?
00:06:46: Ja.
00:06:47: In der Kavalierstraße geht es um einen Nachverdichtungsvorhaben, dass wir als Grüne grundsätzlich immer unterstützen.
00:06:55: Wir sagen nach Verdichtung im Innenbereich vor Außenbereichsentwicklung.
00:07:00: Das ist nicht nur sehr viel teurer sondern das macht das Klima kaputt während wir hier schon Verkehrsanbindungen haben.
00:07:07: also ein guter Grund als grüne eigentlich für Nachverdistung zu sein.
00:07:11: Aber wir sind in Panstauer Berg und auch in Pankow sicher an Grenzen gekommen, wo wir überlegen müssen ob es hier noch weitergehen soll.
00:07:20: Ob das weitergehen kann oder darf.
00:07:23: Und da wurde mir einfach klar unter den Bedingungen von Corona dass die Menschen womöglich auf die Freiräume und Grünräume angewiesen sind indem sie leben.
00:07:36: Ja, wir sind hier im Rathaus-Panko und wir hören im Hintergrund.
00:07:39: Hier geht's lebendig zu!
00:07:40: Das ist sozusagen dein akustischer Alltag aber schön es wäre ihr bei dir zu Gast sein dürfen.
00:07:45: Stichwort Berlin.
00:07:46: du bist ja aus Mittelhessen dann über Paris und Beirut nach Berlin gekommen.
00:07:51: wann wurde aus Berlin für dich wirklich ein Zuhause?
00:07:58: Als ich bei den Grünen angefangen habe zu arbeiten also ehrenamtlich das liegt nicht so sehr in dem Fall an der Grünen Partei, sondern sich zu engagieren.
00:08:07: Das bedeutet ja Politik machen heißt sich zu kümmern.
00:08:10: was ist hier vor Ort und was brauchen die Menschen?
00:08:13: Was gibt es für Probleme Menschen kennenzulernen und vor allen Dingen auch deren Bedürfnisse aufzunehmen den Situation kennen zu lernen.
00:08:21: da wird man plötzlich das wie Wurzeln die ausfahren.
00:08:25: das war also ziemlich früh in zehn Jahren als ich eben durch die Vorstandsarbeit mit Panko eng verbunden wurde.
00:08:34: Also was politisch sehr aktiv.
00:08:37: und erinnerst du dich noch an das erste Mal, als du das Gefühl hattest jetzt bin ich nicht nur Politikerin sondern ich bin hier Bürgermeisterin.
00:08:47: Jeden Tag!
00:08:49: Du bist diejenige, die verantwortlich ist.
00:08:51: Am Anfang weißt du eigentlich überhaupt gar nichts passiert.
00:08:53: Ich hatte ein leeres Zimmer einen Lernschreibtisch ein Lerncomputer Ein leeres Regal keine Übergabe Mitarbeiter, die mich angeguckt haben und gesagt haben.
00:09:07: Bezirksamtssitzung leiten.
00:09:09: Ich war ganz froh, dass ich vorher Sozialstadtredin war rückblickend.
00:09:14: War das eigentlich eher gut?
00:09:16: Da wusste man wenigstens was man grundsätzlich leiten soll aber noch nicht wie man das eigentlich macht oder mit welchem Ziel muss ja auch seine Mitarbeiter erst kennenlernen.
00:09:30: Aber die Verantwortung, die ist schon sofort spürbar.
00:09:34: Du bist tatsächlich jetzt schon seit vielen Jahren, seit zwanzig, dreiundzwanzig Bezirksbürgermeisterin warst aber wie du gerade gesagt hast ja vorhin Sozial- und Gesundheitsstaaträte.
00:09:44: Wenn du heute so durch Panko spazierst gibt es drei Veränderungen oder Veränderung, die du dann vor Augen hast wo du sagen kannst das auch mein politischer Verdienst als meine politische Handschrift
00:09:56: drauf?
00:09:59: Unter den Broschüren liegt die Panko-News.
00:10:02: Die habe ich maßgeblich dafür gesorgt, dass sie entstehen konnten.
00:10:07: Das war ein Fight mit der Bezugsverwaltung weit bevor ich Bezigsbürgermeisterin war.
00:10:13: Da war ich noch Bezix verordnete.
00:10:15: Ich habe das nicht allein gemacht, sondern zwischen den Fraktionen.
00:10:18: Da waren aus allen Fraktionen Leuten dabei aber es war unser Projekt, unser grünes Projekt.
00:10:24: ich war der federführend und vor allem gab's Widerstand aus der Verwaltung weil befürchtet wurde dass da einfach nur sehr viel Arbeit bei rauskommt.
00:10:32: und es ist ein wunderbares Projekt geworden, ein wunderbares Heft in dem wir informieren was wir in Zukunft tun werden.
00:10:41: Also die Menschen können herausfinden, was macht das bezirksamt für sie?
00:10:45: Was macht die Bezirksverordnetenversammlung?
00:10:48: Wer ist dafür etwas tätig und was passiert in der Zukunft.
00:10:51: Wo kann ich also mitmachen?
00:10:53: Das ist eine sehr große Veränderung, die ganz lebendig zu sehen ist.
00:10:59: Die zweite ist eine Veränderungen des Haushalts.
00:11:02: Da bin ich auch sehr stolz drauf.
00:11:04: Es gab eine Wahlversammlungen im Zimmer XVI Und die ganzen damaligen Kandidatin hatten sich überhaupt nicht mit den Leuten im Zimmer.
00:11:15: Ich war Kreisvorsitzender, bin da hin und habe gefragt so, das ist ja hier.
00:11:18: Erzähl doch mal wie du bist!
00:11:20: Ja haben sie gesagt wir hätten gedacht dass wir mal von den anderen angesprochen werden.
00:11:23: Es ist schön, dass Sie das tun.
00:11:26: Wir sind ein ehrenamtlicher Verein.
00:11:27: Wir machen hier Kultur in Pankow und wir krebsen da immer schon ziemlich am Limit.
00:11:35: Wir bräuchten ein bisschen Unterstützung.
00:11:38: Das war durchaus nicht so einfach, einen Titel im Haushalt eingerichtet zur institutionellen Förderung von der freien Kulturszene.
00:11:48: Der wird wirklich sehr stark genutzt.
00:11:51: da kann man dann auch mal ein Teppich oder eine Programmgestaltung oder neue Steinwerfer oder ein Coaching oder sowas was Leute brauchen die eben keine großen Mittel haben, die nicht die Hauptstadtförderung kriegen und trotzdem für uns Menschen hier in unseren Kiez'n wichtige Kultur bringen.
00:12:12: Das Dritte wird ein sehr großes Baby.
00:12:15: das hat angefangen und wird noch zwanzig Jahre dauern bis es lebendig läuft.
00:12:22: Das ist das Freiraum- und Erholungskonzept für Panko.
00:12:26: Da werden wir Gewerbeverkehr und Natur, Erholungsräume zusammendenken.
00:12:33: Und das in dem gesamten
00:12:34: Kiez
00:12:34: oder im gesamten Panko besser gesagt auch vorbereiten.
00:12:38: Ihr werbt mit der Bilanz mehr Radwege, bessere Mobilität, grünere und sichere Kieze, Schutz für Mieterinnen, soziale Orte und ein Bezirksamt, was wieder funktioniert?
00:12:51: Was würdest du sagen?
00:12:52: Welche dieser Überschriften ist bereits ein sichtbarer Erfolg und bei welcher musst du eindrömmen, das sind wir noch nicht weit genug?
00:13:01: Wir haben mehr Radwege.
00:13:03: Wir haben einiges erreicht.
00:13:06: Vor allen Dingen auch den Kids Club geschaffen im Komponistenviertel.
00:13:10: Das war ja ein richtig krasses Reizthema am Anfang aber inzwischen sind nicht nur die Menschen zufrieden damit sondern vor allem die Verkehrstoten zurückgegangen.
00:13:22: Es gab hier einen Grund, warum wir das gemacht haben.
00:13:25: Nämlich dass es Verkehrsgefährdungen gab und das ist deutlich sicherer geworden.
00:13:31: Wir haben auf alle Fälle für soziale Orte viel getan.
00:13:38: beim Haushalt wie ihr wahrscheinlich wisst war es mal wieder sehr eng, mussten wir sehr alles gucken was wir festhalten.
00:13:46: Ein sehr stark dafür gesorgt die soziale Infrastruktur also die Unterstützung von Familien und Unterstützung von jungen Menschen im Bezirk sicherzustellen.
00:13:57: sofern denke ich haben wir doch schon einigen von den Sachen ganz gut vorangebracht.
00:14:02: Ich habe hier auch noch eine lange Liste der Erfolge das erreicht, da kann ich nochmal durchblättern.
00:14:09: Schöne Plätze haben wir vor allen Dingen gebaut.
00:14:12: Gibt es etwas wo wir noch nicht weit genug sind?
00:14:15: Wir können überall besser werden!
00:14:17: Also das wirst du von mir nicht hören, dass ich irgendwann mal sage hier ist jetzt schon mal ein sind wir absolut fertig.
00:14:25: es gibt immer noch was schöner zu machen aber Wir haben Schon für mehr grün gesorgt.
00:14:31: Das kann man bei den Plätzen bei der Platzgestaltung sehen und Ich würde hervorheben wollen dass durch dieses freirem- und erholungskonzept sich Der Blickwinkel der Verwaltung insgesamt geändert hat Nicht nur Wohnungsbau, sondern auch Entwicklung der Grünverbindung.
00:14:50: Und zwar im gesamten Bezirk und da war durchaus ein Aha-Effekt.
00:14:55: das hat ich mich sehr gefreut als die Kollegen gesagt haben Das hat ihren Blick auf Panko geändert und sie fangen jetzt an Haben es schon begonnen Im gesamtenbezirk die Grünenentwicklung voran zu stellen.
00:15:10: Ja du hast den Haushaltsdruck vorhin ja schon erwähnt.
00:15:13: Panko muss sparen und gleichzeitig wächst der Bezirk weiter.
00:15:17: Wo darf trotz dieses Haushaltsdrucks auf keinen Fall gekürzt werden deiner Meinung nach?
00:15:22: Oder wo musstest du eine Entscheidung treffen, die politischen Persönlich dir weh getan
00:15:27: hat?".
00:15:28: Die Senatsverwaltung gibt uns ja wahnsinnig viel vor.
00:15:31: Und da gab es mitten auf dem Weg in den Haushaltsverhandlungen nochmal ne Vorgabe des Senates, die wir sollen mehr Geld in Personal
00:15:42: stecken.".
00:15:43: Das hat uns einen Schritt vorangebracht, weil wir lange damit zu tun hatten.
00:15:51: Wer muss eigentlich wie viel beitragen zu dem Spardruck?
00:15:58: Wie kann jeder Bereich für sich das Wesentliche sichern?
00:16:01: Das war eine Öffnung, damit will ich sagen ... Die schwersten Entscheidungen hat es aufgehoben.
00:16:10: Wir konnten umschichten und hatten eine Öffnung, da konnten wir uns dann einigen, sonst hätten wir womöglich wirklich sehr, sehr schwerwiegende Entscheidungen treffen müssen.
00:16:22: Wir hatten am Anfang beim Personal sowieso immer gespart aber vor allen Dingen haben Die sogenannte Sozialberatung zurückgefahren.
00:16:35: Wenn es einen Vorfall gibt, ein krisenhaftem Vorfall kriegen die Menschen mitarbeitenden Beratungen oder es gibt irgendwelche Konflikte in den Teams dann gibt's eine Beratung und das haben wir zunächst mal eingestampft und das hat eine Weile gedauert, bis wir das wieder freischaufeln konnten.
00:16:54: Also insofern ist auch da die schmerzhafte Entscheidung wieder zurückgefahren worden.
00:17:00: aber wir können natürlich vieles nicht in dem Maße machen wie wir das ermöglichen wollen würden.
00:17:07: letztendlich gibt es keinen Ausbau der den Wachstum entspricht sondern wir halten den Status quo.
00:17:13: Wir haben ein großes Thema mit der Finanzierung der freien Träger.
00:17:18: Viele Leistungen erbringen wir ja, obwohl sie gesetzliche Aufgabe zum Teil sind durch freie Träge und da wird dann immer das Geld knapp.
00:17:29: Also es ist nicht eine bewusste Entscheidung sondern das Geld ist knapp und die Freien Trägern haben zurecht kritisieren, dass sie immer auf dem Lohnniveau stecken bleiben und das Schwerfeld auch die Tarifsteigerung mitzumachen genauso bezahlt werden wie die kommunalen Träger.
00:17:49: Da haben wir durchaus ein Problem.
00:17:51: Und es liegt aber nicht an fehlender Entscheidung sondern es liegt an den Freiräumen, denen ich da sind.
00:17:58: Prenzlauer Berg, Weißen See, Buch, Caro, Blankenburg und Blankenfelde haben ja wirklich unterschiedliche Bötöpnisse.
00:18:07: Und wie verhindert eine Bürgermeisterin oder wie verhinderst du, dass immer die lautesten oder auch vielleicht zentral gelegensten Kieze die Meiste Aufmerksamkeit bekommen?
00:18:17: Das ist ne sehr schöne Frage.
00:18:20: Zunächst mal muss man sich mit sehr vielen Leuten unterhalten.
00:18:24: Sehr viele Menschen und Vereine und Initiativen aufsuchen an viele verschiedene Orte gehen, sich mit den Menschen unterhalten und deren Perspektive einholen weil nur dann hat man einen Korrektiv.
00:18:36: Es ist aber auch schwierig natürlich, weil zunächst mal muss man ja jemand erreichen können.
00:18:43: Es gibt also ganz viele Menschen die wir sicherlich überhaupt nicht erreichen und auch die Bezirksverwaltung nicht erreicht.
00:18:51: Das beklagen die Kolleginnen aus dem Gesundheitsamt.
00:18:54: Sie könnten sehr viel besser noch Menschen versorgen wenn sie die Leute erreichen würden.
00:19:00: Die wissen häufig nicht von ihnen kommen auch nicht auf uns zu.
00:19:03: Also ich suche stark die Möglichkeit, wenn ich angefragt werde dort auch hinzugehen.
00:19:11: Ich habe unheimlich viele Termine und das tue ich deswegen weil ich in jedem Termin etwas dazu lerne.
00:19:17: Und dieses Element mir dann hilft wieder meine Sicht zu schärfen und gut zu gewichten zwischen den verschiedenen Interessen wie sich ja immer widerstreiten.
00:19:29: Ja Stichwort unterschiedliche Bedürfnisse.
00:19:31: der Pankoan Norden wächst sehr stark.
00:19:35: Wohlungen entstehen aber Teilweise schneller als Schulen, Nahverkehr, Arztpraxen.
00:19:41: Sozialer Einrichtung und die ganze Infrastruktur drumherum eben.
00:19:44: Was muss das Land Berlin liefern?
00:19:46: Und was kann der Bezirk selbst tun?
00:19:49: Wir arbeiten bereits daran.
00:19:51: also Kanäles-Bächter haben unser Gründerstadtrat für Stadtentwicklung und ich.
00:19:56: wir haben etwas verstanden und zwar dass sich die Stadt nicht mehr alleine bildet.
00:20:04: früher Historisch ist die Stadt über den Marktplatz entstanden, über den Handel.
00:20:09: Die Menschen gehen aber nicht mehr auf die Straße um ihre Sachen zu kaufen.
00:20:12: Sie kaufen im Internet!
00:20:14: Das heißt... ...die Begegnungen, die früher einfach stattfand auf dem Marktplatz, sie findet heute nicht mehr statt.
00:20:20: Wir müssen aktiv dafür sorgen dass Menschen einen Grund haben auf die Strasse zu gehen anderen Menschen zu begegnen und auch festzustellen das Unterschiede gar nicht so schlimm sind, dass sie normal sind.
00:20:34: Damit will ich sagen, dass wir ganz klar verstanden haben, dass Wohnungen die Essenz sind natürlich wichtig.
00:20:43: Aber sie reichen allein nicht.
00:20:44: Wir müssen stattbauen und wir haben die Aufgabe, das zu tun!
00:20:48: Wir müssen uns überlegen was braucht eine Stadt damit es ein lebendiger Kiez ist?
00:20:53: Welche Begegnungsorte?
00:20:55: wie können wir Menschen dazu bringen dass sich Unbekannte miteinander in Bewegung setzen irgendwas machen treffen kennenlernen?
00:21:05: Das können zum Beispiel Kulturorte sein.
00:21:08: Wir müssen dafür sorgen, dass wir Orte schaffen durch Bibliotheken, Volkshochschulen, Sportmöglichkeiten aber auch Orte für Vereine wo sich Menschen treffen Stadtteilzentren solche Orte in genügendem Ausmaß nicht nur Planen errichten auch finanzieren.
00:21:31: und hier kommt das Land Berlin sogenannten freiwilligen sozialen Leistungen.
00:21:38: Ich brauche eben auch schon bei den freien Trägern davon keine freiwillige soziale Leistung, aber das bleibt dann häufig übrig wenn der Bezirk kein Geld mehr hat und plötzlich das Angebot meint wegen queere.
00:21:51: Familien brauchen eine Beratungsstelle wenn sie Kinder kriegen wollen.
00:21:55: da gibt es einen Mangel.
00:21:56: Wir haben auch einen Mangel an Frauenhäusern.
00:21:58: Wir haben viel, viel ... Mangel am Bibliotheken, ungedecktem Sportbrechen und vielen Dingen.
00:22:03: Aber vor allem diese Orte, wo Menschen sich begegnen muss gesichert sein, dass sie finanziert wird.
00:22:08: Und das muss der Senat mit uns sicherstellen.
00:22:12: Gucken wir auf die Menschen in Buchcaro Französisch-Buchholz?
00:22:16: Welche konkreten Verbesserungen sollen diese Menschen bis zum Ende einer möglichen zweiten Amtszeit von dir erleben?
00:22:24: So hat es eben schon gesagt, der Norden wächst und da würde ich dazu sagen auch hier habe ich meine Perspektive geändert.
00:22:31: Der Norden sollte nicht überfordert werden in seinem Wachstum und es sollte alles was in dem Norden passiert auch den Menschen nützen die bereits dort wohnen.
00:22:42: das heißt es braucht mehr Angebote an Begegnungsorten an Kultur aber vor allen Dingen braucht's natürlich Verkehr.
00:22:50: Das ganz große Thema ist, dass die Menschen, wenn die S-Bahn kommt, das sie dann voll ist.
00:22:56: Die Bahnhöfe sehen nicht so aus, dass man gerne von diesem Bahnhof wegfahren will.
00:23:02: und hier kann ich ganz klar sagen, ich habe gerade mit der DB Infrago gesprochen wir werden uns prioritär den Bahnhof Pankow aber auch dem Bahnhof Buch ansehen.
00:23:13: Karo, Rheinersdorf das sind die ersten.
00:23:15: Wir haben aber alle Bahnhöfe im Blick.
00:23:18: S-Bahnhöfe sollten eigentlich ein Ort werden an dem man gerne ankommt und gern in den Kiez kommt und da haben wir viel zu tun dass die Menschen auch zufrieden sind und denken das ist eine gute Aufenthaltsqualität hier.
00:23:33: Ich starte also mit den S-Bahnhöfen, da werde ich mich für einsetzen.
00:23:39: Ich kann versprechen dass wir uns um die Struktur der neu hinzukommenden Stadtteile sehr stark kümmern werden.
00:23:49: Panko Bags, Mieten steigen, Menschen fürchten Verdrängung.
00:23:53: welche Möglichkeiten hatten bezirk tatsächlich überhaupt MieterInnen zu schützen?
00:23:58: Und was würdest du sagen, kann ein Bezirk besser als der Senat?
00:24:02: Oder anders formuliert.
00:24:03: Wo müsste der Senaat den Bezirken mehr Rechte oder Ressourcen geben?
00:24:07: Klar ist das Mietrecht bundesrecht ist.
00:24:09: Das können wir also nicht tun.
00:24:11: Ich wünsche mir ein soziales Gewerbemietraum-Recht.
00:24:15: Ich würde mir inzwischen wünschen, dass wir Leerstehendes Gewerbe enteignen können.
00:24:22: Da bin ich beim Enteignem, weil da bleibt vieles leer.
00:24:26: Das sind noch nicht die konkreten Fragen auf des Mieten.
00:24:30: Aber das jegliche Leerstand genutzt werden soll.
00:24:33: Natürlich Gewerberäume vor allen Dingen aber Büroräume.
00:24:36: Das finde ich einen richtigen Fokus.
00:24:40: Wir können Wohnungen bauen Wenn wir das Personal dazu haben und die Flächen in Pankow, haben wir einige Flächen, die dafür geeignet sind.
00:24:49: Der Fokus, den wir eben legen ist dass wir daraus stattbauen.
00:24:54: Das bedeutet natürlich auch, dass wir die Fläche anders verteilen müssen und nicht nur auf die Anzahl der Wohnungen schauen und was der Bezirk besser kann als der Senatis.
00:25:06: ganz klar Wir sind nah an den Menschen wenn Menschen nicht wissen wo sie hingehen sollen.
00:25:11: Sie gehen in das Büro der Bürgermeisterin.
00:25:13: Die orientieren sich an ihrer Bürgemeisterin und sagen, gib mir Halt!
00:25:18: Das ist was ich brauche.
00:25:20: Gib mir Schutz!
00:25:21: Das kann der Bezirk besser.
00:25:22: Es ist definitiv nah an den Menschen dran und verliert nicht den
00:25:28: Kontakt.".
00:25:29: Wir wollten
00:25:30: eigentlich noch mehr über
00:25:33: Mieten
00:25:33: wohnen und so weiter sprechen, aber jetzt ist ja kürzlich was passiert.
00:25:37: Was uns auf andere Art und Weise in den Grundfesten erschüttert hat Und du als Bürgermeisterin auch für die Menschen.
00:25:44: ich kann mir vorstellen dass auch du viel darüber nachgedacht hast und zwar geht es um den Anschlag auf dem Berliner CSD.
00:25:51: Der hat uns allen auf ziemlich brutale Weise gezeigt, dass Freiheit und Sichtbarkeit insbesondere auch jetzt hier queerer Menschen nicht selbstverständlich sind.
00:26:02: Wie schützen wir queere Menschen?
00:26:03: Wie schützen wir vulnerable Gruppen und ihre Sichtbarigkeit?
00:26:07: Und wie verhindern wir gleichzeitig das Terror unsere vielfältige Gesellschaft spaltet?
00:26:14: Eine ganz wesentliche, wunderschöne Aufgabe der Bürgermeisterin ist Halt und Anerkennung geben.
00:26:22: Ich heiße Menschen hier willkommen und sage ihnen es ist gut, dass du hier bist!
00:26:27: Wir hatten den queeren Preis, den wir hier vergeben haben und die Rathaussaal war voll.
00:26:34: Und ich habe gesagt heute gehört das Rathäus Ihnen.
00:26:40: Das hat vielen Menschen sehr gut getan.
00:26:43: Wir sind deswegen auch gerade in den Planungen, vielleicht machen wir eine Lichterkette.
00:26:48: Was in dieser Richtung bin ich grade im Gespräch?
00:26:52: Das ist ja etwas was vor allen Dingen menschlichen Halt gibt.
00:26:58: Vor allem haben wir aber auch... queere Orte, die es gilt zu schützen.
00:27:02: Zum Beispiel der Sonntagsklub hatte auch vor kurzem wieder eine Kürzung auf Landesebene zu befürchten.
00:27:09: Lambda ist nicht richtig finanziert.
00:27:12: Lambda is für queere Jugendliche.
00:27:14: Das heißt das braucht Orte und Schutzräume wo Menschen frei sich fühlen und vor allen Dingen aber auch zeigen können dass sie zur queeren Community gehören.
00:27:24: Und das braucht diese Räume, damit Menschen irgendwo ankommen in der Gesellschaft gestärkt werden und anerkannt werden.
00:27:34: von daher Räumeschützen aufrechterhalten, das Gespräch suchen und gemeinsam auch deutlich machen, dass Panko der Ort der Vielfalt ist und bleibt.
00:27:47: Wir haben zum Beispiel die Trauerflagge gehisst nach dem CSD.
00:27:51: Ja, es tatsächlich finde ich schon ein Thema, das glaube ich viele berührt und bewegt hat.
00:27:55: Und du gibst den Räumen?
00:27:59: Nun gibt es auch andere soziale Infrastrukturen die eben Räume brauchen, die Platzbrauchen des Miteinander, des menschlichen von Familienzentren, Jugendangeboten, Nachbarschaftsorten oder Pflegeangeboten.
00:28:14: Würdest du sagen ist Pankoda gut aufgestellt?
00:28:19: Räume
00:28:20: der sozialen Infrastruktur, wo du noch mehr Bedarf sehen würdest.
00:28:26: Mein Anliegen war es in den letzten Jahren deutlich zu machen welche Bedeutung die soziale Infrastruktur hat ist wenn man aus der linken Bereich der Gesellschaft kommt sozusagen politisch dann ist das eine Selbstverständlichkeit aber In den Zeiten, wo wir auch mit der CDU im Land regieren, kam es mir darauf an, das auch anders verständlich zu machen.
00:28:52: Wir haben den Social Return and Invest ausgerechnet.
00:28:56: Wir sind die erste Kommune bundesweit, die errechnet hat wie viel Geld von der Investition oder dass ist eine Investition in den sozialen Bereich zur Geld reinzugeben?
00:29:08: Wie viel Geld sofort an den Staat wieder zurückfließt und es sind Einen Fünfzig Cent vom Euro.
00:29:14: Das heißt, anders als manche politische Kreise denken.
00:29:18: kein Konsum, der weg ist.
00:29:21: Sondern es ist eine Investition die wir berechnen können.
00:29:24: Wir haben sie sehr konservativ berechnet.
00:29:27: wenn wir noch weiter gehen würden was bleibt uns erspart?
00:29:32: Was wäre... Wenn wir zum Beispiel die Person nicht versorgen würden?
00:29:35: Sie würde krank und wir müssten sie dann versorge wäre sehr viel teurer.
00:29:39: das haben wir nicht berechnet sondern wir haben nur hier rein das kommt sofort zurück an Lohn- und Sozialversicherung, Lundsteuersozialversicherungen berechnet.
00:29:47: Es gibt eine ganze Reihe von Effekten, die sind nur schwer zu berechnen.
00:29:52: Deswegen haben wir das sehr konservativ gemacht.
00:29:54: Mein Anliegen war es – und das habe ich mit dem paritätischen Landesverband in Berlin – und mit verschiedenen sozialen Unternehmen, die in Pankow ansässig sind.
00:30:06: Wir haben gemeinsam eine sehr innovative Kooperation gestartet und auch bis zum Ende gebracht.
00:30:16: gut zusammengebracht und es war wirklich ein Kommunikationsziel, zu sagen wo auch immer ihr kürzt im sozialen Bereich dürfte nicht kürzen.
00:30:24: Du hast auf unseres Gesprächs schon mehrfach betont wie wichtig ist Menschen zu treffen und zuzuhören ihn auch heilzugeben.
00:30:32: du hast den Rathauserlanger als Dialogformat ins Leben gerufen und dort unter anderem ostdeutsche Erfahrungen und die Transformationszeit thematisiert.
00:30:41: was hast du in diesen Gesprächen gehört?
00:30:44: dass die Politik Zu selten war nicht.
00:30:47: Der Rathauserlung war explizit darauf ausgerichtet, dass Panko im Osten Berlins liegt.
00:30:56: Nicht nur Ost-Berliner aber explizite Ostberliner erleben hier und auch Menschen, die da zugezogen sind Und mir ist klar geworden wie stark die Lebensrealitäten sich unterscheiden oder erst auch möglicherweise wieder sehr stark geworden ist, diese Identität als Ostberliner.
00:31:21: Und da haben wir darüber gesprochen und der Ansatz war biografisches Erzählen weil ich wollte nicht einen Kampf zwischen Ich hab Recht und das kann man aber so nicht sagen du bist gut du bist schlecht sondern dass Menschen sich öffnen.
00:31:39: verschiedene Situationen, da ging es wirklich sehr deutlich.
00:31:44: In einem Raum waren Leute die gesagt haben früher gings mir gut danach habe ich dasselbe gemacht alles war immer gut bis hin zu wie kann unter den Bedingungen einer Mauer etwas gut sein?
00:31:55: also das war die ganze Bandbreite und trotzdem haben Menschen zu mir gesagt sie haben sich nicht getraut zu sprechen und das hat mich sehr stark bewegt Weil der Salon ist dafür da, auch hier wieder dass Menschen in das
00:32:11: Rathaus
00:32:11: kommen die womöglich sagen mein Staat dem gibt's nicht mehr.
00:32:17: Ich gehöre nicht dazu.
00:32:18: ich bin migriert ohne umgezogen zu sein.
00:32:21: alles wurde mir übergestolpt.
00:32:23: es ist natürlich ein Beitrittsgebiet.
00:32:26: wir haben alle Regeln des Westens übernommen diesen Schmerz aussprechen zu können an dem Ort an dem es darum geht, diese Gesellschaft zu stabilisieren und aufzubauen.
00:32:40: Die Demokratie, den Rechtsstaat, die ganzen Regeln.
00:32:42: Letztendlich verkörpern wir ja auch Regeln.
00:32:45: mitzumachen an diesem Staat.
00:32:47: Und das hier auszusprechen ist nicht viel ... haben sich viele getraut.
00:32:53: Manche sagen, ich hab sie mich nicht getraute hinterher.
00:32:56: Also da
00:32:57: haben wir noch viel zu tun.
00:32:59: Wir hoffen, du traust dich jetzt.
00:33:03: Machen eine kleine Zwischenrunde, eine kurze Runde mit Satz anfängen
00:33:08: und speeddating.
00:33:09: Ja sozusagen!
00:33:10: Und wir bitten dich möglichst spontan und ohne nachzudenken und kurz zu Vervollständigen.
00:33:17: Sabine startet.
00:33:18: Als Studentin in Paris habe ich
00:33:22: Kaka-Locken gezählt.
00:33:24: Ach du liebe Zeit.
00:33:26: In Beirut habe ich gelernt das
00:33:29: Menschen sind sehr zerstörerisch sein können.
00:33:33: Mein erster Gedanke am Morgen nach meiner Wahl zur Bezirksbürgermeisterin war.
00:33:39: Na, mal gucken!
00:33:42: Die Eigenschaft die mir im Amt am meisten hilft ist...
00:33:48: Zielsetzung.
00:33:50: ...die Eigenschaft, die meine MitarbeiterInnen gehen, legendlich an mich nervt isst?
00:33:57: Ich hab viel Energie in Sinne von.
00:34:00: ich bin auch immer emotional.
00:34:04: Wenn ich für einen Tag keine Termine hätte würde ich
00:34:09: Reiten.
00:34:11: Der Ort in Pankow, an den ich Besuch von außerhalb zuerst mitnehme ist?
00:34:16: Blankenfelde!
00:34:19: Ja vielen Dank Kordilie.
00:34:20: ja jetzt wollen wir uns ein bisschen dem Thema Klima, grüne Kiezel, Lebensqualität in Pancow widmen.
00:34:27: Panko hat inzwischen ein integriertes Klimaschutzkonzept und viele Menschen fragen bei Konzepten natürlich wann passiert endlich mal was?
00:34:35: welche drei Maßnahmen sollen als erstes sichtbar werden?
00:34:40: vielleicht Habt ihr das schon irgendwo gelesen oder mitbekommen, ich habe als nächstes großes Ziel mir den Kopf gesetzt drei Windräder zu bauen und davon soll mindestens eins im Bürgerhand realisiert werden also von Bürgern für Bürger um Klimaschutz ganz konkret in Pankow für Bürgerinnen nutzbar zu machen.
00:35:06: Außerdem wollen wir davon Projekte finanzieren, also es wird insgesamt für uns für den Klimaschutz aber auch für die Bürgerinnen und Bürger sehr gute Auswirkungen haben.
00:35:18: Darüber hinaus will ich dieses gesamte Gewerbegebiet mit erneuerbaren Energien versorgen.
00:35:27: da werden wir wahrscheinlich noch in den nächsten Monaten nächste Planungsschritte dazuhören.
00:35:34: Und wir haben ja Solardächer, das wäre das große Thema.
00:35:40: Wir haben wahnsinnig viele Dächer die noch keine Solaranlagen haben.
00:35:44: Das ist ein sehr, sehr wichtiges Ziel.
00:35:48: Wenn wir hier jetzt gerade sitzen, ist es draußen wirklich sehr heiß?
00:35:51: Ich habe heute Morgen eine Hitze-Warnung auch bekommen wieder auf meinem Handy.
00:35:56: Hitze
00:35:58: wird immer mehr ein Thema und ist auch hier in Pankow eine soziale Frage.
00:36:03: vor allem ältere Menschen, Kinder und Menschen mit kleinen Wohnungen leiden besonders
00:36:08: drunter.
00:36:09: Wie kann Panko in den nächsten Jahren hitzefester
00:36:12: werden?
00:36:14: Wir
00:36:14: haben das erste Hitzeschutzkonzept hier wieder erarbeitet an dem wir auch beständig weiterarbeiten.
00:36:22: Vieles müssen wir da auch noch rausfinden.
00:36:26: Der Blickwinkel ändert sich natürlich immer mehr, ich habe als sozialem Gesundheitsstadtretin ein kleines Forschungsprojekt in Pankow durchgeführt.
00:36:36: wenn die Stadt immer heißer wird wie können wir in Zukunft hier auch noch gesund leben?
00:36:42: Da ging es um Bauformen.
00:36:44: dabei haben wir herausgefunden zufällig dass Spielplätze der heißesten Orte Pankos sind.
00:36:50: Kein Wunder, es ist kein Schatten da.
00:36:52: Die Kinder beraten auf den Spielgeräten wenn man den zuguckt.
00:36:57: die will man im Sommer nicht anfassen.
00:36:59: also das Thema Verschattung auf den Kinderspielplätzen aber natürlich auch im öffentlichen Raum generell ist
00:37:05: ein
00:37:06: sehr wichtiges Thema.
00:37:08: dazu gehört dann auch als Klimaanpassungsmaßnahme die Entsiegelung.
00:37:12: Ja Entsiegelungen sind gutes Stichwort.
00:37:14: beim Klimaschutz und Verkehr gibt es oft harte Konflikte.
00:37:19: Wie erklärst du Menschen Veränderungen, die langfristig sinnvoll sind?
00:37:24: Kurzfristig zum Beispiel Parkplätze kosten oder Gewohnheiten verändern.
00:37:31: Wie erkläre ich das?
00:37:31: Es kommt natürlich auf den konkreten Fall drauf an aber mit dem Parkplatz nehmen... Ich glaube, Paris ist ein Beispiel wie es sich verändert hat.
00:37:45: In den letzten zehn Jahren hätte ich mich nicht träumen lassen dass Paris mein Vorbild sein würde.
00:37:52: für Berlin ist nun aber so Die Umgestaltung der Stadt des öffentlichen Raums, auch Amsterdam hat es vorgemacht.
00:38:00: Wie da der öffentliche Raum statt Parkplätze begrünt wurde in Wien kann man das auch live erleben wie sehr sich die Aufenthaltsqualität in der Straße verbessert wenn dann nicht mehr Autos rumstehen sondern in Parklets oder wie die Dinge dann auch mal bezeichnet werden, also bestimmte Sitzgelegenheiten auf der Straße geschaffen werden.
00:38:22: Entsiedelt wird, Verkehr wird entschleunigt und Aufenthaltsqualität nimmt zu.
00:38:28: Man kann es natürlich auch sehr schön, muss ich zugeben ein Gräfekiez angucken.
00:38:33: Wenn du jetzt so guckst auf die Politik im derzeitigen schwarz-roten Senat ... würde so sagen, dass von diesem schwarz-rot geführten Sinneat mit Gefahr auch für Pankos Klima und Verkehrspolitik ausgeht.
00:38:45: Und wenn ja was die größte Probleme wären
00:38:48: Ich würde es gerne nicht so auf Parteien zu spitzen, sondern eine Frage ist wie wir als Gesellschaft und als Menschen weiter gut in diesen großen Städten auch leben können.
00:39:04: Diese Frage müssen wir alle bewältigen und das tut uns als Politik nicht gut wenn der eine wegräumt was der andere gerade hingeräumt hat.
00:39:12: Das ist egal in welche Richtung.
00:39:15: Das führt zu einer erheblichen Politikverdrossenheit und der Kampf um Fahrrad- und Auto ist so einer, den hätten wir uns auch ein bisschen sparen können.
00:39:27: Ja dann wollen wir uns natürlich am Schluss des Gesprächs nochmal der Tatsache widmen dass wir im Wahlkampf sind.
00:39:34: Am zwanzigsten September wird gewählt.
00:39:37: Sag mal ganz kurz und prägnant warum möchtest du noch einmal Bezirksbürgermeisterin
00:39:41: werden?
00:39:42: Ich habe angefangen viele Dinge.
00:39:45: Ich habe eine klare Vision, wie es weitergehen soll.
00:39:47: Klare Schritte.
00:39:48: ich möchte das gerne fertig umsetzen.
00:39:51: Und wenn du versuchen könntest mal diesen Satz zu vervollständigen Wenn ich wieder Bezirksbürgermeisterin werde werde ich
00:40:01: Windräderbaum mein erneuerbare Energienpark ermöglichen so dass der Forschungskampus Buch davon profitiert.
00:40:13: Dafür sorgen, dass die S-Bahnhöfe Bank Pankos einer nach dem anderen attraktiv werden.
00:40:20: Vor allen Dingen habe ich aber drei große Schwerpunkte.
00:40:24: Menschen mindestens seit Corona und durch die Kriege sind sehr belastet.
00:40:30: Viele ... wir sehen das an den Kindern, die nicht mehr beweglich sind, sie sind nicht mehr fit.
00:40:37: sind
00:40:38: kranker geworden.
00:40:38: Das können wir an Zahlen sehen.
00:40:40: Menschen brauchen einen klaren Ort, an dem sie Hilfe bekommen.
00:40:45: Das ist eines meiner wesentlichen Ziele.
00:40:48: Ich denke an die Stadtteilzentren.
00:40:50: Da möchte ich daran arbeiten dass Menschen sofort wissen wenn ich ein Problem habe gehe ich zum Stadtteil Zentrum.
00:40:56: da werde ich geholfen.
00:40:57: Der zweite Punkt der hat heute schon eine Rolle gespielt.
00:41:01: Wir brauchen lebendige Städte.
00:41:04: Wir brauchen funktionierende Kieze.
00:41:06: Das ist etwas, womit ich bereits angefangen habe, wo ihr in den nächsten Monaten noch ein Ergebnis von mir sehen wird.
00:41:13: Ein Auftrag an den Senat gemeinsam dafür zu sorgen dass die Quartiere alles haben um lebendige Städte zu sein also Orte der Begegnung.
00:41:23: und das dritte es vor allen Dingen die Bürgerenergie in den Windrädern.
00:41:28: Was würde denn eine zweite Amtszeit Cordelia Koch von der ersten unterscheiden?
00:41:35: Wenn man mit Lernen räumen, lernen Tischen, lernen Computer anfängt dann muss man natürlich erst mal sich erarbeiten worum es eigentlich wirklich geht.
00:41:44: Wie man das macht, mit welchen Menschen wie die hier alle sind.
00:41:48: Wie sie arbeiten und wie man die dazu bekommt oder mit ihnen gemeinsam herausfindet, wie man Dinge erarbeiten kann.
00:41:56: Und das liegt klar auf der Hand.
00:41:59: Das heißt ... Die ganze Einarbeitung fällt weg, die Lernphase.
00:42:03: Du hast klare Ziele und hast dir womöglich auch schon kommuniziert.
00:42:08: Nebenbei ist uns nämlich aufgefallen im Leitbildprozess dass die Mitarbeiter überhaupt nicht wissen, was sind die Ziele des Bezirks am Panko?
00:42:18: Es ist ein klarer Fahrplan da.
00:42:20: Ich habe schon eine lange Liste auf meinem Tisch liegen und insofern unterscheidet sich das natürlich fundamental.
00:42:27: Jetzt werden Bezirk-Bürgermeisterinnen und BezIRKS-Börgermeisters ja nicht direkt
00:42:32: gewählt
00:42:33: sondern von der Bezирksverordnung in Versammlung GVV.
00:42:35: welche politischen Mehrheiten
00:42:37: braucht
00:42:38: Pankow nach der Wahl?
00:42:40: Alle demokratischen Parteien müssen in der Lage sein, miteinander zu koalieren.
00:42:47: Das war in der Vergangenheit etwas getrübt das Bild und ich hoffe dass wir auch noch die Zeit nutzen bis zur Wahl.
00:42:55: Es hat sich alles schon sehr gut entwickelt Rücken zu bauen.
00:42:59: Das ist ein Ziel, dass wir gut miteinander in Austausch kommen Brücken bauen
00:43:07: und Kompromisse sind also auf jeden Fall nötig.
00:43:10: Aber würdest du sagen, gibt es für dich irgendwo klare grüne Grenzen auch?
00:43:16: Demokratische Parteien ist meine Grenze.
00:43:19: Was sagst du Menschen die mit deiner Arbeit zwar grundsätzlich zufrieden sind aber überlegen aus Protest oder Enttäuschung diesmal nicht Grün zu wählen?
00:43:30: Da komme ich sehr gerne zu dem Satz von eben zurück.
00:43:35: Ich habe im Libanon gelebt in einem Land, das keinen Sozialstaat hat.
00:43:41: Man ist auch die Großfamilie angewiesen, dass kein Rechtsstaat hatte.
00:43:45: Ein Mensch kann sich nicht sicher sein, seinen Recht verteidigen zu können, weil es könnte sein, dass die politisch wichtigere Person der Gegner ist und dann wird kein Recht gesprochen.
00:43:58: Und es gibt keine Demokratie mit Mitgestaltung.
00:44:02: Diese Situation hat mir gezeigt, wie wichtig es ist unsere Situation in der Bundesrepublik zu verteidigen.
00:44:10: Und das tut mir wirklich weh!
00:44:12: Wie mutwillig hier.
00:44:13: schlechte Laune und durch Kritik ist gut aber es ist destruktiv und so wird ein Klima geschaffen indem wirklich viele Leute die Überzeugung sind dieses sei kein gutes Land.
00:44:30: Das möchte ich entgegentreten.
00:44:32: Deutschland ist ein wunderbares Land, ein attraktives Land und ein starkes Land.
00:44:36: Und das gilt es auch wieder hervorzustellen.
00:44:39: Cordelia vielen Dank bis hierhin.
00:44:41: jetzt zum Abschluss aber noch mal schnell!
00:44:44: Entweder oder begriffspare und spontane Antwort keine langen Begründungen also zumindest versuchen wir das ja.
00:44:51: Erste Frage Prenzlauer Berg- oder Blankenfelde?
00:44:54: Blanken Felde.
00:44:56: Tiny House oder Hotelzimmer?
00:44:58: Tiny House
00:44:59: Wochenmarkt oder Supermarkt?
00:45:01: Wochenmarkt.
00:45:02: Waldspaziergang oder Kulturabend?
00:45:07: Waldspanziergang,
00:45:09: Waldbühne oder Wohlheide?
00:45:12: Wohlhine war ich noch nicht.
00:45:14: Paris- oder Beirut?
00:45:17: Beirutt!
00:45:19: Und jetzt zum Abschluss.
00:45:22: Stell dir vor wir treffen uns im Herbst, zwanzig, einunddreißig wieder.
00:45:27: Welchen Satz möchtest du dann über Panko sagen
00:45:30: können?
00:45:31: Pankos ist gesund Panko ist zukunftsfest und hat eine gut funktionierende Verwaltung, die die Bedürfnisse der Bürger befriedigt.
00:45:43: Und welchen Satz sollen die Pankorinnen dann über ihre Bezirksbürgermeisterin sagen?
00:45:49: Oh, freut mich schon ganz gut!
00:45:53: Kordelia vielen, vielen Dank dass du bei Einpot Grünes zu Gast warst.
00:45:58: Vielen Dank ja auch an alle die uns Jetzt zuhören.
00:46:02: am zwanzigsten September werden das Berliner Abgeordnetenhaus und die Bezirksverordnetenversammlungen neu gewählt.
00:46:10: Unsere Bitte informiert euch, diskutiert mit anderen da so wie wir das heute getan haben – und vor allem geht wählen!
00:46:18: Das war ein Prott
00:46:19: Grönes.
00:46:20: In der kommenden Folge stellen wir die Fraktionsvorsitzende von Bündnis Neunzig-Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus.
00:46:31: Wir freuen uns aufs nächste Mal und danke nochmal Kordelia, dass du uns hier reden und Antwort gestanden hast.
00:46:36: Hat Spaß gemacht!
00:46:37: Tschüss!